Paul Lechler Preis 2012

Die Stadt Waldkirch gewinnt mit „Waldkirch – all inclusive“ den Paul-Lechler-Preis 2012

Am 15. März 2012 wurde in Anwesenheit von Herrn Ministerpräsident Winfried Kretschmann der diesjährige Paul Lechler-Preis an die Stadt Waldkirch verliehen. Vor zwei Jahren war der Preis für beispielgebende Vorhaben auf dem Gebiet der Inklusion in Kindertageseinrichtungen, im letzen Jahr für diesbezügliche Leuchtturmprojekte an baden-württembergischen Grundschulen und in diesem Jahr nun für die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten und benachteiligten Menschen am gesellschaftlichen Leben in Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg ausgelobt worden.

Insgesamt gingen nur zwölf Bewerbungen ein; die Auswahljury, der u.a. die frühere baden-württembergische Sozialministerin Helga Solinger (SPD) angehört, wählte die Stadt Waldkirch einstimmig als Preisträger.
 

Bei der Preisverleihung, die im Neuen Schloss in Stuttgart stattfand, begrüßte der Geschäftsführer der Paul Lechler-Stiftung, der ehemalige Metzinger Oberbürgermeister Dieter Hauswirth, neben Herrn Ministerpräsident Kretschmann, Herrn Walter Herwarth Lechler, den Vorsitzenden des Kuratoriums und Urenkel des Stiftungsgründers und weitere Mitglieder der Familien Lechler sowie Herrn Dr. Stefan Wolf, den Vorstandsvorsitzenden der ElringKlinger AG, das größtenteils zu den Lechler-Unternehmen gehört, aus deren Erträgen die Paul Lechler-Stiftung finanziell getragen wird.
 

Der Stiftungsgründer war und seine Nachkommen und das Wirken der nach ihm benannten Stiftung sind  traditionell eng mit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg verbunden. Nicht zuletzt deshalb war Herr Landesbischof Dr. Frank Ottfried bei der Preisverleihung im vergangenen Jahr Ehrengast. In dessen Vertretung waren dieses Mal Herr Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Württemberg und Herr Kirchenrat Volker Steinbrecher gekommen.
 

Einen besonders herzlichen Willkommensgruß entbot Geschäftsführer Dieter Hauswirth Herrn Prof. Dr. Heinz Griesinger, dem Ehemann der am 20. Februar verstorbenen CDU-Politikerin Annemarie Griesinger, die sich als langjährige Landesministerin und engagierte Bundestags- und Landtagsabgeordnete und  nach ihrem Ausscheiden aus der aktiven Politik noch zwölf Jahre lang als Vorsitzende der Bundesvereinigung der Lebenshilfe“ große und bleibende Verdienste um die Integration Behinderter in unsere Gesellschaft erworben hat“, so Hauswirth bei der Preisverleihung.
 

Aus Ludwigsburg, dem Sitz der Stiftung, waren Pfarrer Frieder Grau, Direktor der Karlshöhe, Herr Ulrich Ruetz, Vorsitzender des Freundeskreises der Karlshöhe und als Vertreterin der Stadtverwaltung Ludwigsburg Frau Susanne Karstedt gekommen.
Nachdem  Herr Walter H. Lechler, Geschäftsführerender Gesellschafter der Lechler GmbH in Metzingen dem interessierten Auditorium die eindrucksvolle Geschichte seiner Familie und das Wirken der Stiftung vorgestellt hatte, überreichte er zusammen mit Herrn Ministerpräsident Winfried Kretschmann den mit 50.000,– Euro dotierten Paul Lechler-Preis an die Stadt Waldkirch, vertreten durch Herrn Oberbürgermeister Richard Leibinger und Herrn Martin Müller, den bisherigen Leiter des städtischen  Amtes für Bildung und Soziales.

Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt vom Ensemble „Integra“ der Musikschule Waldkirch unter der Leitung von Herrn Hannes Geiger. Die Bewirtung erfolgte durch „zeitlos“ der Lebenswerke Waldkirch. In beiden Gruppen sind behinderte Menschen selbstverständlich integriert.
 

Nachfolgend einige wörtliche Zitate zu der Verleihung des Paul Lechler-Preises 2012:

Walter Herwarth Lechler, Vorsitzender des Kuratoriums Urenkel des Gründers der Stiftung, : Vorhaben zeigt Möglichkeiten der Teilhabe am öffentlichen Leben für alle Menschen auf.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: Waldkirch ist Vorbild beim Thema Inklusion für die Städte und Gemeinden Baden-Württembergs.

Oberbürgermeister Richard Leibinger: Der Preis ist für uns Ermutigung, den begonnenen Weg fortzusetzen.
 

„Die Stadt Waldkirch zeigt mit dem Vorhaben „Waldkirch – all inclusive“ eindrucksvoll, welche Möglichkeiten Städte und Gemeinden haben, um allen Menschen in ihrer Stadt die gleichen Chancen auf Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen“, sagte Walter H. Lechler. „Hier ist unser Preisgeld in Höhe von 50.000,– Euro sinnvoll angelegt“.

Das von der Paul Lechler-Stiftung ausgezeichnete Projekt „Waldkirch – all inclusive“ soll den Aspekt der Inklusion in die Stadtentwicklung einbringen. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, Inklusion explizit als eine zentrale Aufgabe und Verantwortung der Kommune „auszubuchstabieren“ und im Rahmen einer kommunalen Agenda Empfehlungen zur inklusiven Entwicklung der Kommune zu formulieren.

„Wir freuen uns den Preis zu erhalten; das ist Wertschätzung für das Engagement der Stadt“, so Oberbürgermeister Richard Leibinger.
 

Lob für die Stadt Waldkirch kommt auch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann:
„Inklusion ist in Waldkirch nicht nur eines von vielen kommunalen Themen, sondern ein wichtiger Pfeiler der städtischen Entwicklung. Die Bürgerinnen und Bürger empfinden diese Vielfalt als Bereicherung, hier ist es normal, verschieden zu sein. Die Stadt Waldkirch ist mit diesem Ansatz Vorbild für viele andere Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg“.