Preisausschreibung 2017

Palliativversorgung für alle – Wunsch oder Wirklichkeit?

Die Palliativmedizin ist – obwohl sicherlich grundlegend – erst seit wenigen Jahren ein Thema des öffentlichen Lebens. Ihren Ursprung hat die Palliativversorgung mit C. Saunders in England mit Tumorpatienten genommen. Auch bei uns ist die überwiegende Mehrheit der Patienten, denen palliativmedizinische Hilfe zu Teil wird, Menschen mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen. Dabei steht in der Palliativmedizin die Symptomkontrolle von Schmerzen, Atemnot, unstillbarem Erbrechen, Delir u.a. im Mittelpunkt der Maßnahmen.

Es ist bezeichnend, dass bisher die häufigste Todesursache in den westlichen Ländern kardiovaskuläre Erkrankungen sind.  Kennzeichnend für diese Patienten ist oft eine ausgeprägte Atemnot – auch in Ruhe. Dennoch finden diese Patienten kaum Zugang zur palliativmedizinischen Versorgung. Gleiches gilt Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern wie zum Beispiel dem m. Parkinson oder der Amyothrophen Lateralsklerose (Schluckstörung, Delir, aber auch Atemnot, Schmerzen etc.).

Dies ist – auch im Rahmen ethischer Grundsätze – nicht tragbar.

Der Paul-Lechler-Preis 2017 möchte daher die palliative Versorgung dieser großen Patientengruppen, die dennoch stark in der Palliativversorgung unterrepräsentiert sind, in den Mittelpunkt stellen und dadurch auch das öffentliche Bewusstsein schärfen.

 

Focus des Paul-Lechler-Preises 2017

Ausgezeichnet werden Projekte in Baden-Württemberg, die einen Beitrag dazu leisten:

  • dass kardiologische und neurologische Patienten palliativmedizinische Beratung und Hilfe erfahren.
  • dass Ärzte, Pflegekräfte und weitere Therapeutengruppen für die pallaitive Symptomkontrolle kardiologischer und neurologsicher Patienten sensibilisiert und geschult werden.
  • das Bewusstsein von Patienten, Angehörigen und auch der Öffentlichkeit hinsichtlich der palliativen Versorgung außerhalb des onkologischen Themenkreises zu schärfen.

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